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Waldorfkindergarten Südstadt Tübingen

Pädagogik

Betritt das Kindergartenkind morgens den Kindergarten, wird es fürsorglich von einem Elternteil den Erzieherinnen übergeben. Voller Neugier und Interesse geht es vielleicht zum Jahreszeitentisch, um staunend die sich dorht widerspiegelnden Veränderungen im Jahreslauf zu betrachten. Vertrauensvoll wendet es sich dann an die Erzieherinnen. Sind diese in der Küche beschäftigt, so erkundet das Kind, was es dort zu tun gibt. Ist heute Backtag? Oder wird vielleicht das leckere Müsli zubereitet? Freudig krempelt es die Ärmel hoch, zieht seine Schürze an und setzt sich an einen Platz, an dem schon ein Brettchen und ein Messer bereit liegen. Nun kann es nachahmend dem Erzieher helfen. In diesem Bild spiegeln sich die wichtigsten Kernpunkte unserer Pädagogik wider. Diese sind:

Vorbild und Nachahmung

Das Kind im Vorschulalter ist ein nachahmendes Wesen. In einer geborgenen Atmosphäre lernt es an und mit den Erziehern

  • sinnvolle Tätigkeiten zu durchschauen
  • in gemeinsamen Tun individuelle und schöpferische Fähigkeiten zu entwickeln
  • das Interesse am anderen auszubilden und dadurch Beziehungsfähigkeit zu lernen
  • über Geschichten, Reime, Fingerspiele, Reigen und Musik seine Sprache und seine Musikalität zu entwickeln und zu verfeinern

Sinnesschulung und Spielmaterial

Im freien Spiel kann das Kind seine Persönlichkeit und seine Phantasiekräfte entfalten. Zu einer gesunden Sinnesschulung im Kindergarten gekören

  • das freie Spiel drinnen und draußen.
  • Reigen, Märchen, Finger- und Puppenspiele
  • künstlerische Tätigkeiten wie Bienenwachskneten und das Malen mit Wachs- und Aquarellfarben.
  • Kindereurythmie und Musik.
  • handwerkliche und hauswirtschaftliche Tätigkeiten

Unser Spielmaterial ist deshalb

  • wandelbar und dadurch vielseitig einzusetzen.
  • naturbelassen (Zapfen, Kerne, Wurzeln, ...) oder aus Naturmaterialien hergestellt (Puppen, Tiere, Tücher, Hölzer, ...).
  • im zweiten Teil des Vormittags sowie am Nachmittag in der freien Natur zu finden (Spiel im Garten, Wanderungen durch Feld und Wald und Spaziergänge).

Rhythmus und Wiederholung

Wir pflegen den Tages- und Wochenrhythmus, erleben intensiv den Jahreslauf und feiern miteinander die christlichen Jahresfeste. Durch die Wiederholung erleben die Kinder

  • Sicherheit und Geborgenheit.
  • sinnvolle Gewohnheit im Alltag.
  • Willensstärkung.

Sie entwickeln dadurch Durchhaltekraft und Selbstvertrauen.

Soziales Miteinander

Das Kind erlebt sich im Kindergarten noch als Mittelpunkt der Welt und muß die sozialen Fähigkeiten sowie die Konfliktbewältigung erst üben. Dies lernt es durch

  • wechselnde Spielsituationen
  • altersübergreifende Begegnungen im Tagesgeschehen.
  • die Mithilfe bei den wiederkehrenden Tätigkeiten des Tages und der Woche.
  • das Vorbereiten und Feiern der Jahresfeste.

Zusammenarbeit mit den Eltern

Bei der gemeinsamen Erziehungsaufgabe ist im Waldorfkindergarten der vertrauensvolle Austausch zwischen Eltern und Erziehern die Grundlage einer fruchtbaren Zusammenarbeit. Dazu gehören

  • regelmäßige Elternabende.
  • Entwicklungsgespräche.
  • Einzelgespräche nach Bedarf.
  • gemeinsame Verantwortung für Haus- und Gartenpflege.
  • Planung und Durchführung der Öffentlichkeitsarbeit.